Kurze Antwort: ZUGFeRD ist ein deutsches Format für E-Rechnungen im Hybrid-Aufbau: eine sichtbare PDF/A-3-Datei, in die ein maschinenlesbarer XML-Datensatz nach EN 16931 eingebettet ist. Man sieht die Rechnung im PDF-Reader, und Software liest gleichzeitig das eingebettete XML. Factur-X ist das identische französische Profil. Anders als XRechnung ist ZUGFeRD also nicht reines XML, sondern PDF und XML in einer Datei.
ZUGFeRD steht für Zentraler User Guide des Forums elektronische Rechnung Deutschland. Der Kern ist der hybride Aufbau: Eine ganz normale PDF-Rechnung (im Archivformat PDF/A-3) trägt als Anhang einen strukturierten XML-Datensatz. Das menschliche Auge liest das PDF, die Software liest das XML — beides ist dieselbe Rechnung in einer Datei. Damit verbindet ZUGFeRD die Lesbarkeit eines PDFs mit der automatischen Verarbeitbarkeit einer strukturierten E-Rechnung.
Das eingebettete XML folgt der Syntax UN/CEFACT CII (Cross Industry Invoice) und bildet das semantische Datenmodell der Norm EN 16931 ab — Betrag, Steuersätze, Positionen, Leistungsdatum, Empfänger. Eine ZUGFeRD-Rechnung ab dem passenden Profil ist deshalb eine vollwertige EN-16931-E-Rechnung, nur eben zusätzlich mit sichtbarer PDF-Ebene.
Factur-X ist das französische Pendant zu ZUGFeRD. Es nutzt denselben Hybrid-Aufbau (PDF/A-3 mit eingebettetem EN-16931-CII-XML) und dieselben Profile und wird gemeinsam von deutschen und französischen Stellen weiterentwickelt. ZUGFeRD 2.x und Factur-X sind dadurch miteinander kompatibel — technisch ist es im Kern dasselbe Format. Wer ZUGFeRD verarbeiten kann, kann in aller Regel auch Factur-X verarbeiten.
ZUGFeRD 2.x definiert mehrere Profile mit steigendem Datenumfang. Das Profil legt fest, welche Felder im XML enthalten sind:
Für eine vollständige B2B-E-Rechnung sind in der Praxis BASIC oder höher relevant; die Profile MINIMUM und BASIC-WL transportieren nicht genug, um als eigenständige E-Rechnung nach EN 16931 zu gelten.
Beide Formate erfüllen EN 16931, unterscheiden sich aber im Aufbau und im typischen Einsatz:
Den direkten Vergleich liefert XRechnung oder ZUGFeRD — der Unterschied, und wie beide unter der Norm zusammenhängen, erklärt ZUGFeRD, XRechnung und EN 16931. Das Schwesterformat im Detail: Was ist XRechnung?
Im inländischen B2B sind XRechnung und ZUGFeRD/Factur-X beide zulässige E-Rechnungsformate. Im B2G (öffentliche Auftraggeber) verlangen viele Stellen dagegen reines XRechnung-XML und adressieren die Rechnung über eine Leitweg-ID — ein einfaches ZUGFeRD-PDF reicht dort nicht zwingend aus. Ob ein Hybrid akzeptiert wird, hängt vom jeweiligen Empfänger und seinem Eingangskanal ab. Wie die Leitweg-ID aufgebaut ist, erklärt Leitweg-ID: die Routing-Adresse für XRechnung.
Ein ZUGFeRD-PDF lässt sich öffnen und trotzdem ein fehlerhaftes oder unvollständiges XML enthalten — falsche Summen, fehlende Pflichtfelder, ein nicht passendes Profil. Ob das eingebettete XML wirklich EN 16931 und die deutschen Geschäftsregeln erfüllt, zeigt erst eine technische Prüfung mit einem KoSIT-orientierten Akzept-Gate. Der kostenlose fakturai Validator liest ZUGFeRD-, Factur-X- und XRechnung-Dateien ein und prüft sie in einem Schritt — ohne Konto.
fakturai prüft die technische Format- und Strukturkonformität nach EN 16931 mit einem KoSIT-orientierten Akzept-Gate. Die inhaltliche und steuerliche Richtigkeit der Rechnung, die ordnungsgemäße Archivierung und die buchhalterische Behandlung bleiben in Ihrer Verantwortung. fakturai ersetzt keine Steuerberatung und gibt keine Rechts-, Steuer- oder Zustellungsgarantien.
German-first SEO page für die definitorische „Was ist ZUGFeRD?"-Suchintention. Kein neues Rechtsversprechen; nur technische Struktur- und Formatsprache (GHOA-1671).
English companion: What is ZUGFeRD? The hybrid PDF/XML e-invoice format explained.